Freitag, 12. August 2011

[Rezension] Wolfsdunkel von Lori Handeland

Freitag, 12. August 2011

Autor: Lori Handeland
Titel: Wolfsdunkel
Originaltitel: Hidden Moon
Reihe: Geschöpfe der Nacht #7
Verlag: Egmont Lyx
Umfang: 368 Seiten
Preis: 9,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8426-8


Klappentext

Claire Kennedy, die frischgebackene Bürgermeisterin des Örtchens Lake Bluff, hat alle Hände voll zu tun, denn das alljährliche Vollmondfestival steht vor der Tür. Doch Ärger bahnt sich an, als der geheimnisvolle Malachi Cartwright in der Stadt auftaucht und Claires Gefühle heftig durcheinanderwirbelt. Da werden einige Menschen von einem Wolf angefallen, und Malachi scheint etwas über den Vorfall zu wissen... (Text- & Bildquelle: Egmont Lyx)



Meine Meinung

Wolfsdunkel ist nun schon das siebte Buch der Wolfsreihe "Geschöpfe der Nacht", jedoch handelt es sich in jedem Buch um eine abgeschlossene Geschichte eines Paares.
In jedem Buch taucht die Organisation der Jäger-Sucher auf, welche es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, alle Werwölfe zu vernichten. Denn die Werwölfe sind von Grundauf bösartig. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg von den Nazis geschaffen und töten alles, was ihnen in die Quere kommt.
Edward Mandenauer, der Chef der Organisation, geht schon seit damals gegen die Werwölfe vor und hat eine erstaunliche Anzahl Jäger um sich gesammelt.

Das Buch gefiel mir, wie die Vorgänger, sehr gut. Die beiden Hauptpersonen sind gut ausgearbeitet.
Claire ist eine, trotz ihrer schrecklichen Vergangenheit, starke Frau, die fast nichts erschüttern kann und den Job ihres verstorbenen Vaters erfolgreich weiterführt. Doch hat sie immer wieder mit Problemen zu kämpfen, seien es Rassenkonflikte in dem kleinen Örtchen, ungeklärte Mordfälle, die es so seit vielen Jahren nicht mehr gab, ihr politischer Gegner Balthasar, der ihr das Leben schwer macht oder eben ihre eigenen Ängste.
Der männliche Hauptprotagonist Malachi ist ein Zigeuner, der der Chef einer Gruppe des fahrenden Volkes ist. Er ist vom ersten Moment an durch und durch geheimnisvoll. Durch Andeutungen der Autorin oder Feststellungen, die durch Claires Erzählungen getroffen werden, kann man immer wieder Vermutungen über ihn anstellen. Er wirkt charmant, doch merkt man schon beim ersten Treffer beider, dass irgendwas mit ihm nicht stimmt.

Die Sichtweise, die, wie in jedem Buch dieser Reihe, von der weiblichen Hauptperson direkt ausgeht, ist gut gewählt. So stellen sich Leser und Protagonistin die gleichen Fragen und man wartet jedes Kapitel sehnsüchtig auf Antworten. Das hält die Spannung so ziemlich immer auf einem gleichbleibendem, hohen, Niveau.
Die Story ist, im Großen und Ganzen, sehr abwechslungsreich und spannend. Angefangen bei den Problemen beider Hauptfiguren ist es doch das geheimnisvolle Wesen von Malachi und die ungeklärte Mordfälle, die auftreten, die einen immer wieder zum weiterlesen bewegen.
Durch die einseitige Sicht baut sich ein Spannungsbogen auf, der am Ende, neben den vielen Fragen, gelöst wird. Ein Happy End der ganz besonderen Art ist natürlich vorprogrammiert, welches auch sehr stilvoll ausfällt.

Die Beziehung zwischen Claire und Malachi wirkt anfangs kompliziert. Sie hat mit sich selbst und den gegensätzlichen Gefühlen zu kämpfen, sowie ihrem Beruf, in dem sie auf ihr Ansehen achten muss.
Er hat hingegen das Problem, dass seine Leute Claire vermutlich nicht akzeptieren würden und ihre Zeit durch sein Leben und seine Berufung nur begrenzt ist. Nach einem holprigen Weg mit vielen Steinen finden sie jedoch am Ende zusammen.

Die Nebenfigur Grace McDaniel, um die es sich auch im achten Band der Reihe ("Wolfsschatten, erscheint im Dezember 2012) drehen soll, ist eine alte Freundin von Claire und mit der Zeit eine gute seelische Stütze. Doch zunächst müssen beide ihre Ungereimtheiten zur Seite räumen, die die Vergangenheit geschaffen hat.
Auch Grace hat gegen ihre Dämonen zu kämpfen, doch mit ihrem Humor brachte sie mir das ein oder andere Lächeln auf die Lippen. Diesbezüglich bin ich schon sehr gespannt darauf, mehr über sie zu erfahren.

Abschließend möchte ich noch die beiden Cover vergleichen.
Hier finde ich das amerikanische Cover ist nicht so der Bringer. Die Schrift finde ich zwar sehr gut, aber dieser Mann - er passt weder zu Malachi, noch zu irgendjemand anderem. Der Mond ist das einzig schöne.
Außerdem gefällt es mir einfach nicht im Gegensatz zum deutschen Cover. Okay, dort passt zwar die Frau auch nicht zum Inhalt, aber die Farbgebung ist einfach nur klasse und der Wolf jedes Mal ein Highlight. Der Hintergrund ist eine Stadt, was ich auch sehr gut nachvollziehen kann, so könnte die Stadt ja für die Zivilisation stehen, die mit den Mythen der Werwölfe konfrontiert wird.
Insgesamt trifft hier mal wieder das zu, was fast immer so ist: das deutsche Cover ist hübscher als das Original. Aber Egmont Lyx hat sowieso immer sehr tolle Cover, da ist das eigentlich kein Wunder mehr ;)


Fazit

Insgesamt hat mir das Buch super gefallen, in allen Punkten. Vor allem da auch ein paar mir schon vorher bekannte Personen von den Jäger-Suchern wieder auftauchten.
Die Story war fesselnd, die handelnden Personen sympathisch und es gab auch viele romantische Szenen, die ich so liebe.
Das altbekannte Prinzip hat Lori Handeland wieder aufgegriffen, und doch hat sie etwas völlig Neues gezaubert. Ich bin immer wieder beeindruckt und freue mich auf mehr.


Wolfsdunkel bekommt:
5/5 Herzen



Band 7: Wolfsdunkel
Band 8: Wolfsschatten
Band 9: Wolfsfeuer
Band 10: Wolfsmagie
Band 11: Wolfsflüstern 

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