Dienstag, 16. August 2011

[Rezension] Fluch von Lori Handeland

Dienstag, 16. August 2011

Autor: Lori Handeland
Titel: Fluch
Originaltitel: Chaos Bites
Reihe: Die Phoenix-Chroniken #4
Verlag: Egmont Lyx
Umfang: 320 Seiten
Preis: 12,99 €uro
ISBN: 978-3-8025-8428-2

Der Inhalt oder die Rezension können möglicherweise Spoiler über Charaktere, Rahmenhandlung & Geschehnisse der Vorgänger enthalten.


Klappentext

Elizabeth Phoenix musste erst vor wenigen Tagen den Fellläufer Sawyer töten, den sie, wie sich herausstellte, geliebt hat. Dadurch bekam sie nach seinem Tod dessen Magie, nur sie kann sie nicht richtig anwenden. Außerdem vermacht er ihr ein weiteres Geschenk, welches eines Abends auf ihrer Türschwelle liegt: ein Baby, welches Sawyer auf unheimliche Weise gleicht. Ohne den Löwenwandler Luther wäre Lizzy mit dem Gestaltenwandlerbaby, welches sie Faith genannt hat, vollkommen überfordert und als Menschen nach dem Leben der Kleinen trachten, sieht Lizzy nur noch eine Möglichkeit: sie muss Sawyer wiedererwecken! Egal, was der Preis dafür ist... (Text- & Bildquelle: Egmont Lyx)


Meine Meinung

Der vierte Band dieser Reihe - und vermutlich auch erstmal der letzte - knüpft fast direkt an die Handlung des dritten Bandes an.Im Grunde geht es fast im gesamten Band darum, Sawyer wieder zu erwecken, was sich als schwieriger als gedacht herausstellt, da seine Leiche auf wundersame Weise verschwunden ist.
Insgeheim bin ich ein unweigerlicher Sawyer-Fan, von der ersten Minute an, und ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, wurde aber ein klein wenig enttäuscht, was man an meiner Bewertung dann sehen kann, ich aber vorher gern erklären würde.

Doch nun erstmal zum Cover: wie alle Bände zuvor ist auch auf diesem wieder ein Augenpaar abgebildet, diesmal mit einem gelben Hintergrund. Ich finde diese Art von Cover immer noch sehr schön. Unter dem Titel, der etwas hervorgehoben ist, ist ein Phönix abgebildet, der den Namen der Reihe (Phoenix-Chroniken) nur noch besser unterstreicht.
Im Vergleich zu dem Originalcover ist das deutsche, mal wieder, schöner. Obwohl ich hier das Original nicht ganz soo schrecklich finde. Aber ich finde auch nicht, dass die Frau darauf große Ähnlichkeiten mit Lizzy hat und lasse sie dann doch lieber meiner Fantasie entspringen ;) Aber das lila gefällt mir, sowie der Hintergrund. Also diesmal kein abgrundtief hässliches Cover.

Durch Faith, die gleich am Anfang vor der Tür von Lizzy auftaucht, kommt sogleich Schwung in die Handlung.  Es ist erfrischend, ein kleines, mal unschuldiges, Wesen zusehen, welches nicht schon irgendjemanden umgebracht hat. Außerdem hat sie mich immer wieder zum Lächeln gebracht, wenn sie sich in ein süßes, kleines Kätzchen verwandelt hat.
Faith liebt Luther regelrecht und auch Lizzy merkt mit der Zeit, dass sich die Kleine in ihr Herz geschlichen hat. Obwohl sie nicht weiß, ob es daran liegt, dass sie Sawyer, den sie schrecklich vermisst, so ähnlich sieht, oder weil sie wirklich ein süßes Baby ist.

Während der Handlung - eine Möglichkeit zu suchen, Sawyer wieder zu erwecken - lernt man einige neue Personen kennen.
Da wäre zu allererst Bram, welcher früher ein Priester war und nun Nephilim, Ausgeburten der Hölle, tötet. Er rettet Lizzy das Leben, möchte sich aber nicht der Förderation, die Fraktion gegen die Nephilim, anschließen. Was für eine Rolle er spielt, ist unklar.
Als zweites wäre da Sani, ein anderer Fellläufer, der Sawyer damals alles beigebracht hat, was er wusste. Lizzy suchte ihn, in der Hoffnung, er könnte Sawyer wieder erwecken, bis sie sah, was dieser Sani angetan hat.
Dann wäre da noch Mait, ein Nephilin, welcher das Buch Samyaza beschützt, welches Lizzy schon länger sucht und den Besitzer ermöglicht, die Tore zum Armageddon zu öffnen um so die Grigori, die Väter der Nephilim, frei zulassen. Mit Jimmys Hilfe gelangt sie schließlich an das Buch, wird es aber nie lesen können.
Mait verschafft Lizzy dann auch etwas, was sie später mit Sicherheit bereuen wird. Aber ich möchte nicht zu viel verraten.

Jimmy, Lizzys Ex, mit dem sie aufgewachsen ist und den sie immer noch liebt, spielt auch in diesem Band wieder eine sehr wichtige Rolle. Mit einem Liebeszauber verbannen sie ihre inneren Vampire zusammen hinter dem Vollmond, was aussagt, dass Jimmy sie auch immer noch liebt, egal was zwischen ihnen passiert ist.
Trotzdem ist ihre Beziehung weiterhin unterkühlt und Vertrauen kann man nicht finden. Auch hat Jimmy mich das ein oder andere Mal sehr überrascht mit seinen Handlungen und in diesem Band fand ich ihn nicht ganz so schrecklich wie in den Vorgängern. (Ja, bei mir ist er kein Stück beliebt.)

Die Sichtweise wurde wieder aus der Ich-Perspektive erzählt, also durch Lizzy. So konnte man nur das wissen, was sie auch weiß, was auch die ein oder andere Überraschung bereit hielt.
Ihr Humor, der nicht mehr so stark wie in den Vorgängern vertreten war, hat das Ganze jedoch etwas aufgelockert und mich manchmal zum Grinsen gebracht. Auch wenn ich es sehr schade fand, dass er reduzierter war als in den Bänden davor.

Besonders gefallen an diesem Band hat mir eine Szene in New Orleans zwischen Lizzy und Jimmy. Sonst war es immer eine Sawyer-Lizzy-Szene, aber diesmal nicht.
Mir hat es sehr gut gefallen, als Lizzy zufällig auf einen Laden stieß, der Jimmys Fotos ausstellte und heraus kam, dass er sie immer beobachtet und beschützt hat, auch damals, als er sie verlassen und ihr Herz gebrochen hat.
Das fand ich sehr rührend und ich habe zum ersten Mal Jimmy etwas gemocht.

Sawyer hingegen war meist nur in Lizzys Träumen vertreten, in denen sie Sex hatten, und auch da war er nicht immer er selbst. So kann ich mich auch nicht so gut zu ihm äußern.
Insgesamt habe ich sein altes Ich etwas vermisst, weswegen es auch nur 4 Noten gibt und über das Ende, wo er wieder eine wichtige Rolle spielt (sowie eines der letzten Kapitel in Summers Landhaus) verstärkt meine Meinung nur, weil ich anderes erwartet hätte.

Fazit

Trotz der kleinen, negativen Aspekte war der vierte Band der Phoenix-Chroniken wieder einmal eine gelungene Fortsetzung, so wie ich es von Lori Handeland gewohnt bin.
Ein wenig Schade ist es, dass es wahrscheinlich keinen fünften Band geben wird, auch wenn die Handlung noch nicht abgeschlossen ist und ich zu gern wissen würde, wie es weitergeht.
Aber noch ist die Hoffnung noch nicht verschwunden. Vielleicht wird der Verlag eine Lösung finden.


Fluch bekommt:
4/5 Herzen




Band 4: Fluch

2 Kommentar[e]:

  1. Mir gefällt deine Rezi total! Jetzt will ich unbedingt noch mehr dieses Buch lesen. Kanns kaum abwarten +.+ Ich war auch schon immer ein Sawyer-Fan, Jimmy fand ich immer blöd -.- Hab nach jedem Kapitel oder Buch immer gehofft, das mehr Szenen mit Sawyer und Elizabeth kommen, aber im letzten Band tauch Jimmy viel öfters auf oder kommt mir das nur so vor?
    Gruß :*

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  2. Mit Jimmy konnte ich mich noch nie anfreunden - weiß der Geier wieso :D Sawyer war immer viel cooler.
    Na ja, Jimmy ist auch oft weg. Also, ich würde nicht sagen, dass er unbedingt viel mehr auftaucht. Ja, etwas mehr schon. Aber nicht allzu viel. ;) Es war auszuhalten :D
    LG :)

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