Sonntag, 14. August 2011

[Rezension] City of Bones von Cassandra Clare

Sonntag, 14. August 2011

Autor: Cassandra Clare
Reihe: Chroniken der Unterwelt #1
Verlag: Arena Verlag
Umfang: 502 Seiten
Preis: 13,95 €uro
ISBN: 978-3-401-06132-0


Klappentext

Es sollte ein ganz normaler Abend in New York City werden. Doch dann wird die fünfzehnjährige Clary im Pandemonium-Club Zeugin eines Mordes. Drei Teenager, über und über mit Tattoos bedeckt, verschwinden durch den Hinterausgang. Und zurück bleibt - nichts. Die Leiche hat sich einfach in Luft aufgelöst. Clary ahnt noch nicht, dass sie das erste Mal mit den Schattenjägern zusammengetroffen ist, die sich dem Kampf gegen die Dämonen der Stadt verschrieben haben. Aber nicht einmal vierundzwanzig Stunden später sieht es so aus, als ob ausgerechnet Clary eine ganz besondere Rolle in dem gefährlichen Spiel der Unterwelten einnimmt. Kann Clary den Schattenjägern und allen voran dem gut aussehenden Jace wirklich trauen? (Text- & Bildquelle: Arena Verlag)


Meine Meinung

Ich habe den ersten Band der "Chroniken der Unterwelt" nun schon viermal gelesen, eines meiner Lieblingsbücher und das allererste, was ich mir selbst gekauft habe. Der Anfang also.
Natürlich möchte ich auch dazu meine Meinung kund tun, denn ich liebe dieses Buch, sowie die gesamte Reihe. Cassandra Clare hat einfach eine wunderbare Welt gezaubert.
Die Schattenjäger leben unter den Menschen und beschützen diese, so sind ihre Gesetze.

Zuerst möchte ich mal etwas zum Cover anmerken und dazu ein Bild des Originalcovers einfügen.
Normalerweise ist es so, dass mir die amerikanischen Cover nicht so gut gefallen, dafür aber die deutschen umso besser. Das kann ich bei City of Bones, sowie den gesamten Chroniken der Unterwelt und den Chroniken der Schatenjägern nicht behaupten. Die deutschen Cover sind langweilig im Gegensatz zu den amerikanischen. Mir gefällt dort besonders, dass handelnde Personen abgebildet sind (hier: Jace).
Im deutschen ist davon nichts zu sehen, dort sieht man eine Stadt, vermutlich die Skyline von New York in einem runden Rahmen, der restliche Einband ist grün (an das Original angelehnt) und mit Säulen sowie Statuen versehen. Ich meine, dass Cover passt zum Titel, aber mir gefällt es nicht im Gegensatz zum Original. Aber das ist jedem seine Meinung.

Die Handlung der Geschichte ist sehr umfangreich und spannend. Aber auch genügend Witz, vor allem von Jace's Seite ist vorhanden.
Zunächst wird Clarissa, meist nur Clary genannt, - welche die weibliche Hauptprotagonistin darstellt - ohne es zu wollen, in die Welt der Schattenjäger hineingezogen, bis sie feststellen muss, dass sie mehr damit zu tun hat, als sie bisher dachte.
Ihr bisheriges Leben war eine Lüge und zusammen mit den Schattenjägern Jace, Alec und Isabelle, sowie ihrem menschlichen Freund Simon versucht sie, die Blockade in ihrem Kopf zu lösen, welche ihre Erinnerungen gefangen hält.
Des Weiteren ist sie verzweifelt auf der Suche nach ihrer Mutter, die von Dämonen entführt wurde.

Im Laufe der Geschichte erfährt sie mehr über sich selbst und ihre Familie. Aber nicht nur sie, sondern auch Jace, einer der männlichen Hauptprotagonisten, erfährt, dass er bisher meist mit Lügen gelebt hat.
Die "Wahrheit" kommt nach und nach ans Licht, doch auch nach dem ersten Band sind unzählige Fragen offen und ich hatte mir damals gesagt, dass das nicht die Wahrheit sein kann! Denn die lockere Beziehung zwischen Clary und Jace bekommt gegen Ende einen herben Dämpfer, was das weiterlesen im zweiten Band umso spannender macht und die Anziehung der beiden umso gefährlicher.
Viele die das Buch gelesen haben, meckern an dieser Stelle rum wie ein Rohrspatz. Sie würden nicht weiterlesen wollen, da die beiden nun nicht mehr zusammen kommen können, und so weiter. Fakt ist, wenn Clare das nicht eingebaut hätte, worüber hätte sie noch groß berichten sollen? Jace und Clary wären, ohne diese Tatsache, am Ende des ersten Bandes zusammengekommen. Wieso also noch zwei weitere Bände schreiben?
Ich finde die Idee, die Clare hatte, richtig gut! So hat die Geschichte erstmal an Spannung gewonnen. Sie hätte mich nicht so in den Bann ziehen können, hätte sie dies weggelassen. So hatte diese ganze Beziehung der beiden ihren Reiz und auch das macht für mich einen großen Teil der Bücher aus. Sonst wäre die Handlung ja schnell langweilig geworden und so hofft man stets drauf, dass das alles nur eine Lüge war.

Zu den Personen kann man sagen, dass Clare sehr liebevoll mit ihnen umgeht. Sie sind sehr tiefgründig ausgearbeitet und jeder ist anders. In jedem Band erfährt man mehr über die Personen.
Vor allem der Unterschied zwischen den beiden männlichen Hautpersonen, Jace und Simon, wird sehr deutlich, zwischen denen im Laufe der Zeit auch Clary steht.
Denn Jace ist eher der coole Aufreißer, der immer einen witzigen Spruch parat hat. Er sieht gut aus und hat alles, wovon Mädchen träumen können. Auch wenn er das ein oder andere dunkle Geheimnis besitzt, er ist ein Kavalier durch und durch.
Und Simon, welcher ein eher tollpatschiger, normaler Durchschnittsmensch ist, der an sich nichts Besonderes findet und sich lieber ruhig im Hintergrund hält. Trotzdem würde er alles für Clary tun, da sind sich die beiden einig, neben ihren kleinen Streitereien.
Auch die Geschwister Alec und Isabelle Lightwood haben eigenständige Persönlichkeiten. Alec gibt sich sehr erwachsen und erfahren, fungiert etwas als Spaßbremse und scheint beim ersten Blick auf Jace mehr zu empfinden als nur Freundschaft. Und Isabelle, die schwarzhaarige Schönheit, ist eine starke, eigenwillige Frau, die einen Gegensatz zu Clary darstellt. Diese vergleicht sich auch oft mit Isabelle und hätte gern ihre Schönheit.

Doch mag ich auch einige der oben genannten Personen nicht, wie zum Beispiel Simon. Ich kann es nicht genau begründen, aber dieser Junge geht mir einfach nur gehörig auf die Nerven.
Auch mit Isabelle bin ich im ersten Band nicht sonderlich warm geworden, hat sie für mich stets zu perfekt und arrogant gewirkt. Ich mag solche Menschen einfach nicht.
Jedoch reißt eine Person alles wieder heraus - Magnus Bane. Als der Hexenmeister auftaucht war ich vollends begeistert von ihm. Er ist einfach nur total verrückt. Mit seiner schrillen Art hat er mich oft zum Schmunzeln gebracht, ebenso wie Jace.
Insgesamt hat dieser Humor, den Clare an den Tag gelegt hat, einiges dazu ausgemacht, dass ich diese Bücher so liebe.
Auch wurde man bei einigen Personen überrascht. So denkt man zunächst, sie ständen auf der guten Seite und doch wurde dann alles ganz anderes. Es sind solche Dinge, die mir an Büchern zusagen, wenn mal als Leser hinters Licht geführt und überrascht wird und nur denkt: "Wieso habe ich das nicht bemerkt?"

Aber das Buch beinhaltet auch einige romantische Szenen, wie zum Beispiel das Kapitel "Mitternachtsblume", wo Jace und Clary im Gewächshaus um Mitternacht sind. Es ist auch mein Lieblingskapitel des Buches. Als alte Romantikerin hat dieses Kapitel dem ganzen das goldene Krönchen aufgesetzt.

Die Anziehung zwischen Clary und Jace, die sich mit der Zeit entwickelt, will sich keiner der beiden so recht eingestehen. Gegen Ende kommt dann eine größere Wende, die eine Beziehung der beiden unmöglich zu machen scheint (wie oben Abschnitt 4 schon ausführlich beschrieben).
Und dann ist da noch Simon, an den Clary immer wieder denken muss und für den sie mehr als nur eine gute Freundin ist. Es herrscht also eine schwierige Dreiecksbeziehung, die nicht zu verachten ist.
Wenn man anfangs noch Aspekte wie Alec bedenkt, ist es nicht nur eine Dreiecksbeziehung.

Jedoch steht neben der Liebe auch die Freundschaft im Buch ganz groß geschrieben, welche auch immer wieder sehr deutlich wird.
So sind Alec und Jace stets füreinander da und auch Clary und Simon pflegen eine tiefere Freundschaft, die auch dann nicht bricht, als sie sich weniger sehen.

Vor allem die letzten zwei bis drei Kapitel heben üble Fragen auf, die unbedingt geklärt werden wollen, deren Antworten man aber erst im zweiten Band finden kann, wenn überhaupt. So hat Clare für Spannung gesorgt.
Ich für meinen Teil musste beim ersten Mal lesen sofort weiterlesen, weil mich das erste Buch so gefesselt hatte.


Fazit

Ich kann nur noch sagen, dass ich dieses Buch wirklich jedem wärmstens empfehlen würde, der auf den Mix aus Fantasy, Romantik, Spannung, Humor und dem Erwachsen werden steht.
Clare hat mit den Chroniken der Unterwelt ein wahrhaftiges Meisterwerk gezaubert und ich weiß, dass ich dieses Buch nicht zum letzten Mal gelesen habe.
Wer diese Buchreihe nicht kennt, der verpasst eindeutig etwas!


City of Bones bekommt:
5/5 Herzen

1 Kommentar[e]:

  1. Wer die Chroniken der Unterwelt mag, der hat mich! Und das ganz ohne Werbung :-) Vor allem, wenn die Rezi so schön u. ausführlich ist, wie deine!! Hach ja Jace, wer liebt ihn nicht. Er ist einfach zu cool!! Du wirst dich über eine bestimmte Szene in City of Glass noch seeehr freuen. Die hab ich damals gleich zweimal gelesen (ich sag nur Clarys Schlafzimmer *g*).
    Ganz liebe Grüsse,
    Damaris

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